Samstag, 4. Juli 2015

Tiere fotografieren: Wie setze ich welches Tier am besten in Szene?

Rote Augen, glanzloses Fell, unscharfe Konturen – mit solchen Problemen plagen sich Tierbesitzer herum, die einfach nur eine schöne fotografische Erinnerung an ihr Haustier haben möchten. Hinzu kommt, dass das tierische Model meist nicht die Geduld hat, um für unzählige Versuche still vor der Kamera zu sitzen. Wir verraten dir, wie du dein Tier am besten in Szene setzen kannst.

Was muss deine Kamera können?

Zunächst die gute Nachricht – mit fast jeder Kamera lassen sich schöne Fotos machen. Es kommt viel mehr auf das Geschick des Fotografen als auf die technische Ausstattung an. Natürlich ist es bei der Tierfotografie von Vorteil, wenn die Kamera Fotos in Serie schießen kann, einen treffsicheren Autofokus sowie einen starken Zoom besitzt und das Objektiv sehr viel Licht einfängt. Prinzipiell kannst du aber auch mit einer einfachen Kompakt- oder Bridgekamera schöne Schnappschüsse machen.

Kaninchen ins rechte Licht rücken

Kaninchen zu fotografieren kann sich als schwierig erweisen, wenn die Lichtverhältnisse oder die Perspektive nicht stimmen. Begib dich daher auf Augenhöhe mit deinem Kaninchen und versuche mit wenigen Handkniffen wie zum Beispiel einer zusätzlichen Lampe für mehr Licht zu sorgen.

Das Motiv
Tierbesitzer lassen sich schnell dazu verleiten ihr Kaninchen oder Kleintier im Schlaf zu fotografieren, da es dann nicht weghoppeln und sich bewegen kann. Allerdings wirst du mit einem solchen Bild kaum glücklich werden, weil schlafende Tiere oft langweilig und manchmal sogar wie tot wirken. Klingt erschreckend, ist aber leider wirklich so. Richtig spannende Bilder bekommst du, wenn dein Kaninchen wach und neugierig ist. Deswegen solltest du den Tag-Nacht-Rhythmus deines Tieres ruhig eine Weile beobachten, bevor du mit dem Knipsen beginnst.
Fotografiere dein Kaninchen am besten in seiner gewohnten Umgebung, wobei du darauf achten solltest, dass keine Gitterstäbe im Hintergrund zu sehen sind. Begib dich beim Fotografieren auf Augenhöhe, d.h. bei Kaninchen oft auch, dass du dich auf den Boden legen musst. Nur so bekommst du dein Haustier wirklich großformatig auf die Linse und kannst hervorragende Profil- oder Porträtaufnahmen machen.

Die Einstellungen
Wenn du draußen fotografierst, kannst du in der Regel deinem Automatik-Modus vertrauen und die Kamera die Arbeit machen lassen. Du solltest nur darauf achten, dein Kaninchen nicht in der direkten Sonne zu fotografieren, da sie oft Konturen überstrahlt und die Farben des Fells verfälschen kann. Suche dir lieber einen schattigen oder halbschattigen Platz.
Solltest du in der Wohnung fotografieren, wirst du vielleicht feststellen, dass die Bilder recht dunkel wirken. Bitte versuche nicht mit einem Blitz Abhilfe zu schaffen, da dieser die empfindlichen Tieraugen anstrengen kann und oft nur rote Auge dabei herauskommen. Hole lieber noch eine Lichtquelle (Tageslichtlampe, Schreibtischlampe, …) hinzu. Wenn deine Kamera eine sogenannte Belichtungskorrektur besitzt, kannst du auch darüber versuchen hellere Bilder zu machen. Bei einer guten Kamera kannst du auch den ISO-Wert erhöhen oder die Belichtungszeit verlängern. Diese Hinweise zur Beleuchtung gelten natürlich auch für alle anderen Tierarten. 

Katzen gekonnt ablichten

Katzen gehören vermutlich zu den launischsten Models der Tierwelt. Sie machen in der Regel nicht das, was du von ihnen möchtest und lassen sich nur schwer lenken. Am einfachsten ist es sich von Anfang an darauf einzustellen und wie ein Sportfotograf auf die Lauer zu legen.

Das Motiv
Katzen fotografierst du ebenfalls am einfachsten in ihrem natürlichen Umfeld. Hier gilt, dass sowohl aktive als auch schlafende oder liegende Katzen recht schön aussehen. Du kannst sie beispielsweise mit Leckerlis oder einem Spielzeug an einer Schnur in eine bestimmte Position lenken. Am besten holst du dir dafür jemanden zur Hilfe, damit du dich auf das Fotografieren konzentrieren kannst. Wenn du möchtest, dass sie direkt in die Kamera schaut, kannst du auch mit einem plötzlichen Geräusch (Zungenschnalzen, Pfeifen, …) die Aufmerksamkeit deiner Katze auf dich (und somit auf die Kamera) lenken. Aber Achtung: Geräusche wie beispielsweise Klatschen eignen sich überhaupt nicht, da Miez erschrecken könnte und schnell das Weite suchen könnte. Behutsamkeit ist also gefordert.

Die Einstellungen
Da du dich nur schwer darauf einstellen kannst, was deine Katze machen wird, arbeitest du hier am besten mit der Serienbildfunktion deiner Kamera. Sobald sie etwas Niedliches macht und du dich in Position begeben hast, hältst du einfach drauf und deine Kamera schießt automatisch 3 bis 10 Bilder innerhalb kürzester Zeit. So hast du hinterer eine große Auswahl an Bildern, von denen garantiert eines etwas geworden ist. Selbst wenn du deine Katze beim Rennen oder Herumspringen ablichtest, dürfte dank dieser Funktion ein gutes Foto dabei sein.

Hunde in Szene setzen

Gut erzogene Hunde sind oft sehr dankbare Models, da sie bei einem Shooting meist viel Spaß haben und für Leckerchen brav ihre Tricks vorführen.

Das Motiv
Hunde sehen am besten aus, wenn sie in der freien Natur rennen oder beim Vorführen verschiedener Kunststücke einfach in ihrem Element sind. Doch bevor du damit anfängst Bilder vom laufenden Hund zu machen, solltest du die Porträtaufnahmen machen, denn hinterher könnten das Hecheln und die heraushängende Zunge beim Ablichten von schönen Detailaufnahmen störend sein. Dass du ausreichend Leckerlis in der Tasche haben solltest, um deinen Hund nach jeder gelungenen Szene zu belohnen, muss ich dir vermutlich nicht erst sagen.

Die Einstellungen
Auch bei Hunden solltest du die Serienbild-Funktion deiner Kamera nutzen, um die Bewegungen im richtigen Moment einzufangen. Wie schon erwähnt, brauchst du im Freien oft nichts an den Grundeinstellungen deiner Kamera verändern. Eine offene Blende (kleine Blendenzahl), ein niedriger ISO-Wert und eine geringe Verschlusszeit reichen völlig, was auch dein Automatik-Modus selbst einstellen dürfte.



Dieser Beitrag wurde zur Verfügung gestellt von rahmendirekt.de, dem Online-Shop für Bilderrahmen.

Bildmaterial:
© Minihäschen (Miala / Flickr, CCBY-SA 2.0)
© the cat in the snow (Paul Joseph / Flickr, CC BY 2.0)
© Wasserspaß (Maja Dumat / Flickr, CC BY 2.0)