Wohnraumgestaltung


Für den Aufbau eines natürlichen Lebensraumes, müssen wir uns erst einmal vor Augen halten, wie dieser bei einem Wildkaninchen aussieht, auch hinsichtlich der Tagesgestaltung.

Die Tagesplanung sieht es vor, in den Morgen- und Abendstunden, also in der Übergangszeit zwischen Tag und Nacht, die Mahlzeiten einzunehmen, sowie zu spielen. Dies kann eine ganze Menge sein, da Sie in natürlicher Umgebung bis zu 80 Mahlzeiten am Tag zu sich nehmen können. In der Mittagszeit steht gemeinsame Fellpflege, sowie das Pflegen der sozialen Kontakte im Vordergrund. Dies geschieht sowohl auf freiem Gelände, als auch vermehrt in den Höhlen und Gängen des Kaninchenbaus. In den Nachtstunden schlafen Sie sicher und gemütlich tief im Inneren des Baues.

Schaut man Kaninchen zu, die sich frei bewegen können , so wird relativ schnell deutlich, dass diese Tiere auf gar keinen Fall in einen Käfig gehören. Sie zeigen sich äußerst bewegungsfreudig - sie laufen, hüpfen und machen Männchen, um sich in ihrer Umgebung fortzubewegen. Diese natürlichen Verhaltensweisen sind in einem Käfig niemals möglich. Die Muskeln und Sinne der Tiere verkümmern und die Kaninchen sind oft nur noch ein Schatten ihrer Selbst- ihre Lebensfreude verkümmert. Und damit auch unsere, denn halten wir uns nicht Tiere, damit sie uns Freude bringen? Wirklich geschehen kann dies aber doch nur in einem Miteinander, in dem auch die Bedürfnisse der Kaninchen berücksichtigt werden. Grundsätzlich gilt: je mehr Platz desto besser, damit die Kaninchen ihren ungeheuren Bewegungsdrang ausleben können.

Daher sollte man beim Aufbau des Geheges auf folgende Dinge besonders achten:

1. Größe des Geheges


In der Fachliteratur liest man viel davon, dass 2m² pro Tier vorhanden sein sollten. Dies befürworte ich voll und ganz. Ich würde sogar noch weiter gehen und behaupten, das 3m² und mehr pro Tier an ständigem Auslauf den natürliche Lebensbedingungen näher kommt. Eine entsprechend große Fläche bietet den Tieren viel Platz zum ausgiebigen toben und spielen. Ebenfalls lassen sich so, verschiedenste Spielelemente in das Gehege integrieren und bieten so reichlich Abwechslung.

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2. Unterschlupf- und Versteckmöglichkeiten bieten


Kaninchen sind bekanntermaßen Fluchttiere. Daher müssen Sie über genügend Flucht- und Versteckmöglichkeiten verfügen, um unnötigen Stress (durch Lärm oder gar den Menschen) zu vermeiden. Darüber hinaus benötigen Sie dies, um sich Nachts zur Ruhe zu legen und sich vom Tag zu erholen. Denn nur wenn sie sich geschützt fühlen, können sie sich richtig erholen. Dies besonders in der Aussenhaltung wichtig, den nur gut erholt sind sie weniger anfällig für Krankheiten.

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3. Nahrung und Hygiene


Besonders wichtig sind nun noch die Aspekte Nahrung und Hygiene. Zur Nahrungsaufnahme sollten verschiedene Plätze zur Verfügung stehen. In der Natur sind Kaninchen zu 1/3 des Tages mit der Nahrungssuche beschäftigt. Das hält Sie fit und aktiv und fördert nebenbei die Verdauung. Ein weiterer Punkt ist die Hygiene. Kaninchen sind sehr reinliche Tiere, daher ist es angebracht, eine feste Toilette zu installieren. Die meisten Kaninchen werden auf diese Weise animiert, nur an dieser Stelle Ihr Geschäft zu verrichten. Am besten legen Sie in die Schale oder was Sie als Toilette, benutzen ein wenig Kot, dies hilft dabei, sich an die Schale als Stilles Örtchen zu gewöhnen. Achten Sie beim aufstellen der Schale auf Pinkelecken der kleinen, dort sollten Sie die Schale platzieren, da dies meist stellen sind, mit denen sich die Tiere am schnellsten anfreunden.

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